| Biographie | Individuation | Unbewusstes | Symbol | Traum | Synchronizität | Anima/Animus | Zufall? |
Carl Gustav Jung |
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Versuch einer mystisch-magischen Biographie |
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C.G.Jung ist der Mystiker unter
den Vätern der Psychoanalyse. Während Freud vieles vom
Sexualtrieb ableitet (gewachsen aus seiner
östereichisch-großbürgerlich- verklemmten Herkunft),
Adler den Machttrieb in den Vordergrund stellt, sieht der
humanistisch, in freigeistiger (protestantischer)
Tradition aufgewachsene Schweizer Jung das Individuum in
Verbundenheit mit den "Ahnen", also durchaus
heidnisch als magisches Wesen.
Er lebte mit dem Bewußtsein, in eine Familie geboren worden zu sein, die sich aufs Visionäre verstand: der eine Großvater war Geistlicher und hatte tatsächlich mit "Geistern" Kontakt, der andere war Freimaurer und ein Hoch-Eingeweihter in esoterischen Praktiken. Er galt als ein unehelicher Sohn Goethes. Jung war sich dessen sicher und betonte zeitlebens die Abstammung von dem Dichterfürst. Seine Mutter fiel regelmäßig in Trance und gab dann seltsame Worte und Töne von sich, sie verkehrte in diesen Zuständen ebenfalls mit Geistern und blieb dem Sohn immer ein rätselhaft, geheimnisumwittertes Wesen. Zwar Mutter, aber doch auch Fremde - anziehend und furchteinflößend schrecklich zugleich. |
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| Schon als Vierjähriger begannen
seine luziden Träume, die ihn in die Tiefen des
Unbewußten führten und ihm das Gefühl gaben, initiiert
zu werden, bzw. sein nur verdecktes Wissen aus früheren
Zeiten wiederzubringen. Er fühlte sich bereits als Kind
als "zwei verschiedene Personen", eine, die
ganz normal im Leben steht und eine zweite, verborgene,
reife, "alte Person", die nur im Innern erlebt
wird, aber für ihn immer die bedeutendere, wesentliche
war und blieb. Sein Familienhintergrund und seine eigene
frühe Beschäftigung mit allem Seelischen machte aus ihm
jedoch keinen Eigenbrödler oder einen in sich zurückge-
und nur auf sich bezogenen, versponnenen Gelehrten,
sondern (ganz im tiefsten christlich, wie buddhistischem
Auftrag) einen Arzt, einen Heiler, einen Therapeuten,
einen Helfer für die seelisch kranke und verstörte
Menschheit. Nach dem Bruch mit Freud begann für Jung ein fünfjähriger Abstieg in die tiefsten Tiefen der Seele, ein Aufenthalt im Abyssos, eine "Nachtmeerfahrt", wo er Kontakt mit einem alten Mann mit Stierhörnern, Flügeln und einem lahmen Bein (Philemon) bekam und einer weiblichen Variante, einer Art Succubus, die er zuerst als dämonisch, später aber als seine Anima erkannte. Mit beiden führte er lange Gespräche, welche er in seinem "Roten Buch", einem magisch-mystischem Tagebuch notierte. |
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| Diese alchimistische Suche nach
dem "Stein der Weisen" forderte ihn bis zu
seinem Tod, er enträtselte wie kein anderer die Symbolsprache der Seele, wie
sie sich in Träumen, Hallizunationen, Kunstwerken o.ä.
äußert und er bleibt der Lehrer für eine innere
mystische Wandlung mit dem Ziel der Selbstfindung und
Selbstveredlung. Jung starb am 6.6.1961 mit 85 Jahren in Küsnacht und vollendete damit in astrosophischer Deutung die zwölf Septare des kompletten Tierkreises. Seine letzte Veröffentlichung trägt den Titel: "Zugang zum Unbewußten". |
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